Eine private Unfallversicherung ist in nur wenigen Fällen wichtig. Hier sichert man das Risiko ab, dass man durch einen Unfall eine bleibende Invalidität davonträgt. Eine solche Invalidität hat häufig hohe unerwartete Kosten zur Folge, wie z.B. Umbau der Wohnung, Fahrzeug mit Sonderausstattung und vieles mehr. Zudem kann der Lohnerwerb dadurch gefährdet sein, wenn man die gewohnte Tätigkeit nicht mehr uneingeschränkt ausüben kann. Das gute an der privaten Unfallversicherung im Gegensatz zur gesetzlichen ist, dass auch der gesamte Freizeitbereich abgesichert ist.
Also nicht nur Wegeunfälle oder Unfälle direkt bei der Arbeit. Dafür ist kein Schutz für Berufskrankheiten bzw. Krankheiten überhaupt enthalten. Und das macht diese Versicherung in den meisten Fällen überflüssig. Auch wenn viele Unfälle passieren, nur die wenigsten führen heute noch zu einer bleibenden Invalidität. Das liegt unter anderem z.B. an der inzwischen unglaublich schnellen und zuverlässigen Erstversorgung. Und auch wenn es häufig vorkommt, dass jemand aufgrund seiner körperlichen Gesundheit nicht mehr arbeiten kann, so ist fast nie ein Unfall der Grund, sondern meist eine Erkrankung (z.B. Krebsleiden, Bandscheibenvorfall oder Arthrose).
Einen Schutz, der sich ganz gezielt an dem Risiko orientiert, dass man nicht mehr arbeiten kann, bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung - meist die bessere Absicherung, sofern erhältlich.